15 Sep Storytelling auf Hochtouren

Mit dem «Social-Media-Experiment» tourenerzähler.ch wollten wir zeigen, wie Storytelling, Content Marketing und Campaining in Zukunft funktionieren kann. Als spannungsgeladene Hauptgeschichte wurde die Teilnahme von CEO Timo Wäschle am Oldtimer-Rennen «Arosa Classics» mit Text, Bild und Film über 45 Episoden dokumentiert. Das 33-tägige Experiment war mit 1440 loyalen Lesern ein voller Erfolg – trotz hollywoodreifem Staffelfinale mit einem Totalschaden in der letzten Episode.

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Die Vision war ein einmaliges Social-Media- und Storytelling-Experiment, ohne Regeln und ohne Budget. Ziel war es, eine möglichst grosse und loyale Community aufzubauen, Engagement zu generieren und die Möglichkeiten von Event-, Personality- und Produkte-Kommunikation auszuloten.

Um dies zu erreichen, hat der Hobby-Rennfahrer und CEO Timo Wäschle, die Vorbereitung und die Teilnahme am Oldtimer-Rennen Arosa Classics über 45 Episoden hinweg auf unterhaltsame Weise dokumentiert. Die Leser begleiteten Timo von der Anmeldung über die Vorbereitung bis hin zum grossen Rennen. Er informierte und unterhielt dabei mit wissenswerten Facts und zeigte die kleinen und grossen Pleiten, Pech und Pannen.

 

Als «Story-Hub» diente ein Tumblr-Blog. Als Verstärker benutzte Timo hauptsächlich seine privaten Facebook-, Twitter- und Instagram-Accounts sowie die Social Media Kanäle seiner Partner Uepaa Alpine Safty und Canon.

 

Als Film- und Animations-Experten lag es auf der Hand, dass wir neben diversen Bilder-Posts und redaktionellen Bild-Text-Beiträgen, auch laufend Filme produzierten. Neben klassischen Geschichten im Vorfeld auch Selfie-Videos, die jeweils den Tag revue passieren liess.

«Wir wollten schon immer einmal anhand einer speziellen Geschichte die gesamte Storytelling-Klaviatur frei spielen. Als ich mich aus Jux ende Juli – nota bene zwei Monate nach Anmeldeschluss – für die Arosa Classics anmeldete, nahmen wir dies gleich zum Anlass Aktionen auf Social Media zu wagen, die in der täglichen Kundenarbeit nicht umsetz- geschweige denn finanzierbar wären.» – Timo Wäschle

 

Zahlreiche wertvolle Erkenntnisse und ein demolierter 1967 Triumph Spitfire

Wir bedienten uns zwar mehrheitlich den gängigen Storytelling- und Social-Media-Theorien, setzten diese aber stets auf unterschiedliche Weise in den Blogposts um. Gleichzeitig wurden die Medien, Sprachen und Tageszeiten für die Posts laufend gewechselt und deren Auswirkung umgehend analysiert. Statistisch war die Aktion ein voller Erfolg: Innert einem Monat konnte ohne auch nur einen Werbefranken auszugeben, eine Reichweite von 1440 wiederkehrenden Lesern aufgebaut werden. So unorthodox die Aktionen auf Social Media waren, so vielfältig waren die gewonnenen Erkenntnisse.

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«Eigentlich spielt es überhaupt keine Rolle, ob es ein Oldtimer ist oder das neuste Produkt einer Firma. Die Learnings und die Struktur können für jedes Produkt oder jede Dienstleistung angewendet werden und somit zu einer effizienteren Kommunikation beitragen», so der passionierte Neo-Rennfahrer Timo. Er ist sich zudem sicher, dass er nächstes Jahr wieder bei Bergrennen mitfährt, wahrscheinlich jedoch mit einem neuen Auto. Denn wie bei einem klassischen Staffelfinale einer Serie, endeten die 33 Tage ungewollt tragisch: Timo fuhr seinen Triumph während dem Rennen gegen eine Wand und kam wie durch ein Wunder ohne grössere Blessuren davon.